GesChiiChten
Was würdest du tun
Ich frage mich,
was würdest du tun,
wenn ich einfach zu dir geh,
vor dir steh
und wenn ich dir dann in die Augen seh
und wein
und dir sage, dass es deine Tränen sind,
weil sie wegen dir fallen.
Was würdest du tun,
wenn ich dir einfach mein Herz zeige,
dir sage,
dass es wegen dir kaputt ist
weil du mir gerade so weh tust
Ich frage dich,
was würdest du dann tun?
Dich umdrehn und gehn?
Bloß stumm vor mir stehn?
Ich weiß es nicht!
Aber hab keine Angst,
ich werde es niemals tun
ich lieb dich viel zu sehr!
Wenn du glaubst, du bedeutest mir was,
dann irrst du dich gewaltig.
Wenn du glaubst, du kannst mir weh tun,
dann fantasierst du echt gut.
Wenn du glaubst, ich würde alles für dich tun,
dann träum weiter.
Wenn du glaubst, ich weine jede Nacht für dich,
dann denkst du echt falsch.
Wenn du sagst „Du kannst gut lügen,
dann ist das die richtigste Aussage
in deinem Leben.
Schneeflitschen und die 7 Checker Da war mal ne krasse Königen die sonen Kreischer auf die Welt brachte. Die sagte so:Bor, man das Ding heisst Schneewittchen.Die krasse königen kratzte aber bald ab! Der Mann gabelte sich dann so ne andere Schnitte auf. Aber Schneewitchen wurde von der Frau immer voll weggedisst. Da fragte die Königin den Spiegel wer der schönste im ganzen Land währe. Darauf antwortete der Spiegel:LOL,du bist schon ne hübsche, aber das Schneewittchen ist viel geiler. Die Königin flippte voll aus und kam voll ins Frustessen. Die königin sagte zum Jäger: EY Digger, leg das Flitchen Schneewittchen mit dem geilen Dönerspiess um! Nun ist der Jäger zum Schneewittchen geeiert und hat sie voll krass angebaggert. Er fand sie so geil das er ein Schweineherz anstatt Schneewittchen ihres. Die Königin flippte voll aus vor Freude weil das Schneewittchen tot sei. Daraufhin fragte sie den spiegel:BLA,BLA,BLA wer ist die geilste Ische im ganzen Land? Der spiegel sagt: Schneewittchen natürlich die ist bei denn 7 checkern in Jamaica. Daraufhin machte die hässliche alte Schrulle einen deutschen und machte nen Giftdöner ohne Tzaziki. Damit chillte sie zu denn 7 Zwergen nach Jamaica da wo der Hanf blüht. dann sieht die Hexe das Playmate 05 schneewittchen und gab ihr den Döner. Das Schneewitchen flammte sich den Döner rein und kackte voll ab und schlief ein. Darauf machten die 7 Zwerge Schneewittchen in eine Tupperdose wo alles drin frisch bleibt. Dann kam der ole Prinz mit 3er BMW und Konektion und küsste Schneewittchen in dem tupperdöschen. Dnn wachte sie auf und heirateten, dort gab es Freibier und Freidöner.Und wenn sie nicht gestorben sind dann saufen sie noch heute. The Ende »(¯`•][AîDs][cLûB][•´¯)« Jessika freut sich schon lange auf den Spanien Urlaub mit den Eltern. Dort angekommen, lernt sie auch sogleich einen Boy kennen, in den sie sich verliebte. Sie kamen zusammen, und noch zwei wunderschöne Wochen mit dem Boy kam der Abend vor der Abreise. Die zwei lagen eng aneinander geschlungen am Strand. Doch es blieb nicht beim Küssen. Der süsse Junge wollte mit ihr schlafen. Da Jessika ihn so sehr liebte und es selber wollte, taten sie es schließlich. Jessika zückte ein Kondom, doch der Junge wollte es nicht tragen. Nach langem hin und her willigte sie ein, und sie brachten eine Wunderschöne Liebesnacht unter Sternen am Strand. Am nächsten Morgen war der Tag der Abreise. Sie verabschiedeten sie sich mit langen, innigen Küssen. Jessika weinte und wollte nicht von ihm los. Nach vielen Verabschiedungen, gab der Junge ihr ein schönes Kästchen. Erst im Flugzeug öffnen stand auf dem Deckel. Sie steckte es ein, und stieg in das Flugzeug. Bis es startete dachte Jessika nur an das Kästchen und malte sich einen wunderbaren Inhalt nach dem nächsten aus. Dann endlich war es so weit. Sie öffnete das Kästchen und erstarrte. Sie stand unter schock. In dem Kästchen lag eine eckeleregende tote Ratte und ein Zettel WILLKOMMEN IM AIDS-CLUB »(¯`•][DâS] [ZêÛgNîS][•´¯)« Eine Mutter kommt ins Zimmer ihrer Tochter und findet dieses leer mit einem Brief auf dem Bett. Das schlimmste ahnend, macht sie ihn auf und liest folgendes Liebe Mami, Es tut mir Leid, dir sagen zu müssen, dass ich mit meinem neuen Freund von Zuhause weggegangen bin. Ich habe in ihm die wahre Liebe gefunden, du solltest ihn sehen, er ist ja sooo süss mit seinen vielen Tattoos und den Piercings und vor allem seinen Megateil von Motorrad! Aber das ist noch nicht alles, Mami, ich bin endlich schwanger, und Abdul, sagt wir werden ein schönes leben haben in seinem Wohnwagen mitten im Wald! Er will noch viele Kinder mit mir, und das ist auch mein Traum. Und da ich draufgekommen bin, dass Marihuana eigentlich gut tut, werden wir das Gras auch für unsere Freunde anbauen, wenn denen mal das Koks oder Heroin ausgeht, damit sie nicht so sehr leiden müssen. In der Zwischenzeit hoffe ich dass die Wissenschaft endlich ein Mittel gegen Aids findet, damit es Abdul bald besser geht, er verdient es wirklich! Du brauchst keine Angst zu haben, Mami, ich bin schon 13 und kann schon ganz gut auf mich selber aufpassen! Ich hoffe ich kann dich bald besuchen kommen, damit du deine Enkel kennen lernst! Deine geliebte Tochter... Ps: Alles Blödsinn, Mami, ich bin bei den Nachbarn! Wollte dir nur sagen, dass es schlimmere Dinge im Leben gibt als das Zeugnis, das auf dem Nachtkästchen liegt! HAB DICH LIEB!
Das Geheimnis des Ringes
Es war Samstag. Katharina kochte Kartoffeln fürs Mittagessen. Ihre kleine Tochter, Brigitte, deckte den Tisch. Sie aßen in der Küche. Brigitte setze sich auf die Bank, die unter der Schräge stand. Die Erwachsenen waren zu groß, sie stießen sich immer wieder den Kopf. Zu den Pellkartoffeln gab es Quark, Blut- und Leberwurst. "Lasst es euch schmecken." "Danke, ihr auch." sagte Karl. "Wo ist das Salz?", wollte Brigitte wissen. "Salz?", fragte Katharina. "Ja, das haben wir doch früher auch gegessen. Ihre Eltern sahen sich an und lachten. "Kind, das haben wir noch nie gegessen. Das aß man früher im Krieg." Brigitte beharrte weiter darauf, dass sie das schon gegessen hat. "Vielleicht hast du das mal bei Oma gegessen." Brigitte gab auf. Sie mochte nicht noch weiter ausgelacht werden. Erst Jahre später sollte sich das aufklären.
Zu ihrem 12. Geburtstag bekam Brigitte von ihrer Oma einen goldenen Ring mit einem Rubin geschenkt. Es war der ehemalige Ehering von ihrem ersten Mann Philipp. Er fiel drei Tage vor Kriegsende in Russland. Brigitte war enttäuscht von dem Ring. Er gefiel ihr absolut nicht. Sie mochte kein Gold und schon gar keine Ringe mit Steinen. Brigitte konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen was für ein Geheimnis er birgt.
Ihre Mutter war sehr traurig, denn es war das einzige, was von ihrem gefallenen Vater vorhanden war. Auch Brigitte wusste nicht wieso Oma den Ring ihr schenkte anstatt ihrer Mutter.
Brigitte zog den Ring an, als Oma sich zu Besuch anmeldete. Sie saß brav am Kaffeetisch und malte. Plötzlich sah sie ...
Tja was sah sie? Was waren das für Bilder? Sie sah Männer in Uniformen, einen Kriegsschauplatz, Tote, sie konnte damit nichts anfangen.
Brigitte fragte ihre Mutter ob sie ein Bild von ihrem Vater hätte. Sie hatte ein einziges Foto. Man sah ihn in Uniform vor einem Gebäude. Das Bild war in einer Rose mit einem Blatt abgebildet. Das wurde früher so gemacht, wenn die Männer zur Front mussten. Brigitte war sehr fasziniert von diesem Foto und von dem Mann, den sie nie kennen lernte. Sie fing an viele Fragen zu stellen. Brigitte erfuhr, dass ihr Opa Metzger war. Er sei ein sehr fröhlicher Mensch gewesen. Philipp sei in Russland drei Tage vor Kriegsende erschossen worden. Sonst wusste ihre Mutter leider nicht viel zu berichten, da sie noch sehr klein war als er eingezogen wurde. Katharina's Mutter war immer fröhlich und sang und pfiff während ihrer Arbeit. Das änderte sich schlagartig, als Philipp fiel.
Als Oma sich wieder mal ankündigte zog Brigitte auf Wunsch ihrer Mutter den Ring wieder an. Sie spielte in ihrem Zimmer und wieder kamen Bilder hoch. Sie sah wieder Bilder aus dem Krieg.
War das Zufall oder hing das alles etwa mit diesem Ring zusammen? Brigitte wusste nicht, dass sie medial veranlagt und eine Art Profiler war.
Brigitte trug den Ring nun öfter. Immer wieder sah sie Bilder aus einem Krieg und plötzlich erkannte sie Philipp. Sie getraute sich nicht irgendjemand davon zu erzählen.
Als sie wieder den Ring trug sah sie Philipp aus dem Schanzengraben aufstehen. Er lief direkt in den Kugelhagel. Die Kameraden wollten ihn zurückhalten, aber er hörte nicht auf sie.
Wieder sprach Brigitte ihre Mutter an und wollte nun genau wissen wie Philipp gefallen ist. Ihre Mutter erzählte wieder die alte Geschichte. Brigitte nahm ihren ganzen Mut zusammen und erzählte von ihren Visionen auch, dass er freiwillig in den Kugelhagen gelaufen ist. Ihre Mutter fing bitterlich an zu weinen. "Jetzt weis ich, dass es wahr ist." "Was?" "Meine Mutter ist Schuld am Tot meines Vaters. Bei seinem letzten Heimaturlaub kam er nach Hause und hatte Syphilis. Das hatte er sich bei einer anderen Frau geholt. Meine Mutter machte ihm riesige Vorwürfe. Sie stritten sich. Mein Vater packte seinen Koffer, brach seinen Heimaturlaub ab und ging zurück an die Front. Dort lief er drei Tage vor Kriegsende freiwillig in den Tod, damit er nicht mehr nach Hause musste."
Der Engel
Wasser spritzte, als ich mit einem mehr oder weniger gekonnten Kopfsprung ins Schwimmbecken sprang. Rasch schwamm ich ein paar Bahnen im angenehm warmen Wasser. Es war nicht viel los im städtischen Schwimmbad, so dass ich beim Rückenschwimmen und beim Kraulschwimmen nicht soviel Rücksicht auf die anderen Schwimmer nehmen musste. Ich erhöhte stetig das Schwimmtempo vom gemächlichen Einschwimmen bis zum Wettkampftempo. Irgendwann hatte ich genug und lehnte mich schwer atmend und Luft holend an die Wand des Schwimmbeckens. Ich war schon mal besser in Form gewesen, musste ich mir eingestehen. Ein Blick auf die große Uhr über dem Sprungturm bestätigte mir das Gefühl meines Magens. Es war Zeit, etwas zu essen. Also kletterte ich an der Leiter aus dem Becken und ging zur Dusche.
Etwas gedankenverloren stellte ich mich unter die Heißwasserdusche. Erst ein lauter Schrei ließ mich aufschrecken. Ich drehte mich um. Am fernen Ende des Duschraumes stand eine Gestalt in enger, weißer Kleidung, weißen Pappflügeln auf dem Rücken, eine weiße, lächelnde Maske vor dem Gesicht und ein großes, blutverschmiertes Messer in der Hand, vor einem leblosen, blutverschmierten Körper auf dem Boden. Es war der Todesengel! Instinktiv wusste ich, dass er eigentlich mich wollte. Warum mich? Das wusste ich nicht, aber er war hinter mir her und würde dafür alles töten, was zwischen uns war. Ich löste mich aus meiner Erstarrung und ging, so rasch es auf dem nassen Boden möglich war, aus dem Duschraum, in Richtung Sammelumkleide. Ich musste hier so schnell wie möglich weg, damit er mich nicht töten konnte. Vielleicht hatte ich eine Chance, wenn es mir gelang, das Schwimmbad zu verlassen.
Mit zitternden Fingern öffnete ich mein Schließfach und riß meine Sachen heraus. Notdürftig rubbelte ich mich mit dem Handtuch ab, dann fing ich an, meine Sachen anzuziehen. Mein Hemd hatte ich bereits über, aber die Hose klebte etwas an meinen noch nassen Beinen. Ich hörte einen Schrei, dann ein Geräusch, wie wenn etwas Schweres zu Boden fällt. Der Todesengel kam näher. Ich zerrte hastig die Hose bis zur Hüfte, verzichtete auf den Gürtel und stolperte zum Ausgang der Sammelumkleide. Ich öffnete die Tür und zuckte zusammen. Direkt vor der Tür lag eine Putzfrau zusammengekrümmt auf dem Boden. Ihre Augen waren schreckgeweitet und sie blutete heftig aus dem Bauch. Der ganze Boden war naß und glitschig vor Blut. Schnell sah ich nach rechts und links. Keine Spur vom Todesengel. Ich versuchte einen großen Schritt über die Blutlache hinweg zu machen. Dann ging alles ganz schnell.
Eine große Hand ergriff mich an der Schulter, riss mich herum, ein weißer Arm schoss vor und ein blutiges Messer stieß in meinen Bauch. Heißer Schmerz durchschoß mich. Meine linke Hand versuchte nach dem Messer zu greifen, rutschte dann aber ab. Ich sah hoch. Kalte Augen sahen mich durch eine weiße Maske mit einem breit lächelnden Mund an. Ich sah wieder runter. Der Todesengel drehte das Messer in meinem Bauch mit einem Ruck im Uhrzeigersinn herum. Mein Magen schien vor Schmerz zu explodieren. Ich brach in die Knie, meine Arme wurden schlaff, ich kippte auf die tote Putzfrau. Das letzte, was ich sah, war das breite Lächeln auf diesem weißen Gesicht.
boaa liest euch diese geschichte mal bitte durch ja ich weiß sie ist lang aber es lohnt sich sie zu lesen ok und niemals ein blind date woow
Blind Date
Noch etwas Lippenstift. Dann kann sie fahren. Sie hat sich das blonde, schulterlange Haar zu zwei Zöpfen geflochten. Das machte sie gleich zehn Jahre jünger. Sie hoffte, dass es nicht zu aufgesetzt wirkte. Die Zöpfe, das Make-up. Sie wollte einfach perfekt sein. Ihr letztes Rendezvous war lange her. Zu lange. Wann hatte sie sich das letzte Mal mit einem Mann getroffen?
Vor zwei Jahren?
Vor fünf Jahren? Wie gesagt, es war zu lange her. Seit Eröffnung ihres Nagelstudios hatte sie keine Zeit mehr für Männer. Auf den selten gewordenen Abenden mit ihren Freundinnen war keine Möglichkeit für Bekanntschaften.
Aber heute sollte sich das ändern. Sie würde das Letzte aus sich herausholen. Oh ja, das würde sie. Die letzte Stunde in ihrem Bad hatte sie viel geträumt.
Was ist dieser Al für ein Mensch?
Wird er sie mögen?
Wird sie ihn mögen?
Je mehr Fragen in ihr aufstiegen, desto nervöser wurde sie. Immer wieder sah sie sich im Spiegel an und beruhigte sich selber.
"He Baby, du schaffst das! Alles wird gut werden!" sagte sie sich immer und immer wieder.
Gleich würde es losgehen.
Ein letztes Mal zupfte sie ihre Haare zurecht.
Ein letztes Mal richtete sie ihr Kleid, welches sie extra für diesen Abend gekauft hatte. Das Blau leuchtete wie Samt und umstrich ihren schlanken Körper wie ein Getreidefeld im Wind.
In einer halben Stunde wollten sie sich im Roma treffen. Das Restaurant hatte Al vorgeschlagen, ein italienisches Restaurant der gehobenen Klasse. Für Mandy zeugte diese Entscheidung von Geschmack. Sie kannte das Ambiente dort sehr gut, war sie doch öfter mit Geschäftsfreunden dort gewesen. Die Vorfreude auf ein erstklassiges Pastagericht nahm ihr etwas von ihrer Anspannung. Sie hoffte, dass das erste Glas Wein ihre Nervosität vollständig vertreiben würde.
Sie hatte Al noch nie gesehen. Sie hatte ihn im Internet kennen gelernt. In ihren kurzen Arbeitspausen hatte sie hin und wieder einen dieser Chat Räume aufgesucht und irgendwann kam sie mit Al ins Gespräch. Nach einem halben Jahr Anonymität beschlossen sie dann, sich persönlich zu treffen. Al war ihr von Anfang an sympathisch. Es gefiel ihr, wie gewählt er sich ausdrücken konnte. Seine Allgemeinbildung schien auch keine gravierenden Lücken zu haben, immerhin konnte sie sich mit ihm über Gott und die Welt unterhalten, ohne dass er ins Stocken geriet. Immer wieder hatte er schlagkräftige Argumente parat.
Wenn er nicht alles vorgetäuscht hatte, könnte das der perfekte Mann für sie sein. Ihre bisherigen Beziehungen waren ein einziges Drama gewesen.
Entweder waren ihre Freunde Schläger oder hatten mehrere Freundinnen gleichzeitig. Doch heute hoffte sie auf die Art Mann, deren Spezies Mandy schon für ausgestorben hielt.
Es war viertel vor acht. Langsam musste sie sich beeilen, wenn sie noch pünktlich sein wollte. Nervös suchte sie nach ihrem Schlüssel. Sie war sich sicher, ihn auf den Küchentisch gelegt zu haben. Aber der war leer. Das konnte doch nicht sein! Sie hatte schon immer Probleme mit ihren Schlüsseln gehabt, aber heute hatte sie sich fest vorgenommen, ihn auf den Küchentisch zu legen. Im Bad! Er musste im Bad sein, in ihrer Handtasche, die noch auf dem Rand ihrer Badewanne stand. Aber außer ein paar Creme - Dosen, Kleingeld und ein dutzend Stiften war auch darin nichts zu finden. Der Zeiger auf ihrer Armbanduhr kletterte erbarmungslos der Zwölf entgegen.
Mandy stolperte mehr als dass sie ging aus dem Bad heraus, um die Suche im Schlafzimmer fortzusetzen. Da sah sie etwas an ihrer Wohnungstür aufblitzen. Natürlich! Sie hatte ihre Handtasche im Auto liegen gelassen und musste noch einmal in die Tiefgarage, um ihre Tasche zu holen. Nach ihrer Rückkehr hatte sie die Tür gewohnheitsmäßig hinter sich abgeschlossen und den Schlüssel stecken gelassen. Ein dicker Stein fiel ihr jetzt vom Herzen und die Chancen, doch noch pünktlich zu sein, stiegen wieder. Schnell nahm sie die Treppen hinunter (für den Aufzug fehlte ihr eindeutig die Geduld), setzte sich in ihren Ford und fuhr mit quietschenden Reifen los.
Die Kirchenglocken schlugen das achte Mal, als sie das Roma betrat. Stolz, doch noch pünktlich zu sein, fragte sie am Eingang nach Al, so, wie sie es verabredet hatten. Der Portier nickte und bat Mandy, ihm zu folgen. Er führte sie durch das Restaurant bis in eine abgelegen Nische. Dort stand ein Tisch mit zwei sich gegenüberstehenden Stühlen. Die Nische war nur vom Schein der Kerze erleuchtet, welche auf dem Tisch lustig vor sich hin flackerte.
"Mr. Tarello wird gleich kommen. Er lässt sich nur kurz entschuldigen. Darf ich ihnen schon den Wein servieren, Miss?"
"Danke, ich warte auf Al. Wenn er da ist, würde ich mich sehr über ein Glas Wein freuen!" Mandy war etwas enttäuscht, sich so abgehetzt zu haben, während ihr unbekannter Freund sie warten ließ. Trotzdem setzte sie sich und wartete mit Spannung auf Al.
Sie starrte einige Minuten ins Flackern der Kerze und versuchte, sich vorzustellen, wie dieser Al wohl aussah. Doch bevor sie zu einem für sie befriedigenden Ergebnis kam, stand ein sportlich aussehender Mann an ihrem Tisch und bat sie um Verzeihung für seine Verspätung.
Sein glatt rasiertes Gesicht strahlte sie mit gepflegten Zähnen an und gab sich als Al Tarello zu erkennen. Nachdem Mandy mit einem Handkuss begrüßt wurde, setzte sich Al auf den freien Stuhl und der Kellner brachte den beiden eine Flasche Wein und zwei Gläser.
"Danke, Pedro! Das Essen hätten wir gern in zehn Minuten." sagte Al zu dem Kellner.
"Bitte entschuldige nochmals meine kleine Verspätung. Ich hatte noch einen Termin mit einem Lieferanten, den ich nicht aufschieben konnte. Du musst wissen, dass du heute Gast in meinem Restaurant bist. Ich habe es mir vorbehalten, ein kleines Kennenlern-Menü für uns auszuwählen und hoffe, damit deinen Geschmack zu treffen. Der Mann war definitiv nach Mandys Geschmack. Sein Nadelstreifenanzug und die Lackschuhe zeugten von viel Klasse. Seine Hände fielen Mandy schon bei der Begrüßung auf. So weiche Hände hatte selbst Mandy noch nie gesehen. Diese Hände bekamen regelmäßig ihre Maniküre, das erkannte sie als Fachfrau sofort. Trotzdem war sein Händedruck kräftig und selbstbewusst. Seine Haare waren mit Pomade glatt zurückgekämmt und gaben seinen sanften Gesichtszügen ein nostalgisches Flair. Bei seinem Anblick musste Mandy unweigerlich an die Mafiafilme aus den sechziger Jahren denken, und diese Tatsache löste in ihr ein Gefühl von Verlangen aus. Schon immer stand sie in den Filmen auf die klassischen Mafiabosse und nun saß jemand ihr gegenüber, der problemlos in solch einen Film gepasst hätte. Diese Tatsache machte ihn für Mandy sexuell sehr anziehend und die Blicke, die Al ihr zuwarf bestätigten ihr, dass Al sie ähnlich attraktiv fand. Die Hoffnung, die Nacht gemeinsam verbringen zu können, wurde immer stärker und sie sollte nicht enttäuscht werden.
Nachdem sie sich bei bester Pasta gegenseitig ihr bisheriges Leben erzählt hatten und die zweite Flasche Wein langsam aber sicher zur Neige ging, stellte Al die alles entscheidende Frage: "Mandy, würdest du mir die Ehre erweisen, mich nach Hause zu begleiten? Dort wartet noch ein guter Wein auf uns! Ich hoffe, du hältst mich nicht für zu aufdringlich, da es eigentlich nicht meine Art ist, eine Frau so schnell zu mir einzuladen. Ich lebe recht großzügig und du hättest dein eigenes Schlafgemach!"
Mandys Herz machte vor Freude einen Sprung und sie ließ sich sehr gern einladen.
Sie fuhren in Als Cadillac durch die warme Nacht und Mandy war aufgeregt wie ein junges Mädchen, welches die erste Nacht mit ihrem Freund verbringt. Und das traf ja in gewisser Weise auch zu.
Al hatte ein größeres Anwesen auf einem der Hügel, welche die Stadt von allen Seiten umschloss. Die ganze Villa war mit schneeweißem Marmor verkleidet und Mandy traute sich kaum, einen Schritt auf diesem edlen Boden zu machen. Sie machte große Schritte um den Boden so wenig wie möglich zu berühren, und machte dabei eine sehr ungelenke Figur. Al schüttete sich vor Lachen aus, als er Mandy so beobachtete, um sie dann gleich zu beruhigen, sich doch einfach normal zu bewegen.
Während sie auf dem ledernen Sofa eine weitere Flasche Wein tranken, kamen sie sich auch körperlich näher. Trotz des Respekts, den Mandy vor ihrem Gastgeber empfand, war die Sehnsucht nach seiner Nähe größer und der Wein half ihr dabei, ihre Hemmungen abzulegen. Sie wollte nichts verkehrt machen, immerhin war sie sich jetzt schon darüber im Klaren, das Al ihr Traummann sein könnte. Nachdem die Flasche Wein auch ihren letzten Tropfen preisgegeben hatte, nahm Al Mandy an die Hand und führte sie in ihr Schlafzimmer. Doch statt sich gegenseitig eine gute Nacht zu wünschen, fiel Mandy ihrem neuen Freund um den Hals und bedankte sich für den Abend. Sie küsste ihm auf den Mund und so fielen beide auf das Bett, in welchem Mandy die Nacht verbringen sollte. Jedoch verbrachte sie diese nicht allein dort, und nach vier Orgasmen schlief sie friedlich in seinen Armen ein.
Am nächsten Morgen wachte sie auf, von völliger Dunkelheit umgeben. Mandy war sich sicher, dass es schon lange hell sein müsste, denn sie konnte sich noch erinnern, dass es bereits dämmerte, als sie einschlief. Und noch etwas stimmte ganz und gar nicht. Als sie eingeschlafen war, lag sie in einem riesengroßen, weichen Himmelbett, doch jetzt spürte sie nur eine harte Unterlage unter sich. Der Wein vom Vorabend schien ihr den Schädel sprengen zu wollen und die Dunkelheit machte ihr Angst. Auch nach einigen Minuten, in denen sie reglos dalag, konnte sie nicht erkennen, wo sie sich befand, obwohl ihre Augen sich längst an die Dunkelheit hätten gewöhnen müssen. Die Schwärze um sie herum war undurchdringlich. Mandy legte sich wieder auf ihr hartes Lager und wartete, dass sich ihr Kopf etwas beruhigte, damit sie sich einen vernünftigen Überblick machen konnte, was passiert war. Nachdem nach weiteren zehn Minuten der Schmerz im Kopf etwas nachließ und dafür ihr Rücken anfing, zu protestieren, setzte sich Mandy auf und versuchte, ein paar klare Gedanken zu fassen. Fest stand für sie im Moment aber nur, dass sie nicht dort war, wo sie zuletzt eingeschlafen war. Und es stand fest, dass sie allein war. Also entweder hatte ihr Peiniger sie von Al getrennt oder Al selbst war der Täter.
Mandy stand vorsichtig auf. Sie wollte sich umsehen, sofern das bei dieser Dunkelheit möglich war. Sie schritt mit ausgestreckten Armen ihr Gefängnis ab. Nach jeweils zehn Schritten in jede Richtung berührte sie eine kalte, feuchte Wand. Sie war tatsächlich allein. Ihre Zelle war völlig leer, außer ihr Bett konnte sie keine weiteren Gegenstände finden. Nach näherer Untersuchung entpuppte sich ihr Bett als eine größere Holzkiste mit einer stinkenden Matratze darauf. Langsam wurde Mandy bewusst, dass sie mindestens knietief in der Scheiße steckte. Sie setzte sich auf ihr Bett und überlegte, was sie tun konnte. Nicht einmal eine Tür hatte sie bei ihrer Untersuchung gefunden, obwohl da eine sein müsste - wie soll sie sonst hier herein gekommen sein?
Ihr fiel ein, das die Menschen in den Horrorfilmen, die sie schon zur genüge gesehen hatte, spätestens jetzt schreien würden. Gleichzeitig sah sie die Kamera durch die Wand zoomen und den Killer auf der anderen Seite, welcher sich an den Schreien ergötzte. Den Gefallen würde sie ihm nicht tun und sie schwor sich, nicht panisch um Hilfe zu schreien. Sie würde rationell Denken und einen Ausweg aus dieser Zelle finden. Sie machte noch eine Runde in ihrem Gefängnis, jeden Stein abklopfend, um die verborgene Tür zu finden, die es zu öffnen galt. Doch auch dieses Mal war da Nichts. Ein weiteres grausiges Bild formierte sich in ihrem Kopf. Sie sah, wie jemand die Wand zumauerte, hinter der sie lag. Kalter Angstschweiß überzog bei diesem Gedanken ihren Körper und sie begann zu frieren. Erst jetzt merkte sie, dass es nicht nur feucht, sondern auch kalt war. In der Stille hörte sie ihre Zähne aufeinander schlagen. Die Kälte kroch ihr unbarmherzig in jeden Knochen. Mandy begann, ihre Arme und Beine zu massieren, sonst würde sie bald keinen klaren Gedanken mehr fassen können. Kälte war schon immer Gift für sie gewesen. Die Matratze schlang sie sich um ihren Körper und schon bald nahm sie den Gestank nicht mehr war, der von ihr ausging.
"Mandy, denk nach! Du hast bisher immer einen Ausweg gefunden!" sagte sie in die Dunkelheit hinein, bevor sie wieder in einen dämmerhaften Schlaf fiel.
Als Al am nächsten Morgen aufwachte, fühlte er sich so gut wie lange nicht mehr. Fröhlich pfeifend stand er gegen Mittag auf und ging ins Bad, um sich ein heißes Bad und eine erfrischende Rasur zu gönnen. Glatt rasiert fühlte er sich immer am besten und das hieß, die Stoppeln müssen weg, die über Nacht seine Wangen in Beschlag genommen hatten. Der Abend war hervorragend verlaufen. Er hatte wie bei jedem ersten Mal Angst gehabt, alles zu versauen, obwohl es inzwischen für ihn Routine geworden war. Aber jedes halbe Jahr hatte er dieselben Bedenken vorm ersten Abend. Heute würde es sicher noch besser laufen, dessen war er sich sicher. Beruhigt stellte er in der Badewanne fest, das er noch fünf Stunden Zeit hatte, Zeit genug, sich zur Feier des Tages ein Glas Champagner zu gönnen…
Mandy wusste nicht, wie lange sie geschlafen hatte, aber auf jeden Fall fühlte sie sich besser. Der Rücken schmerzte zwar mehr als zuvor, aber das würde sie mit ein paar Dehnungsübungen in den Griff bekommen. Dafür waren die Kopfschmerzen endgültig verflogen und so hoffte sie, auch ihre Situation in den Griff zu bekommen. Es musste einen Ausweg geben, davon war sie jetzt fest überzeugt. Jedes Gefängnis hatte seine Schwachstelle, sie musste nur die hiesige finden. Selbst wenn man sie eingemauert hat, der Mörtel musste noch ziemlich frisch sein, und dann würde sie ihn finden und sich befreien. Sofort machte sie sich auf die Suche und tastete die Fugen ab. Aber auch das brachte keinen Erfolg. Da war Nichts! Auch am Boden, den sie nun eindringlich untersuchte, war weder eine versteckte Tür noch irgendein anderer Ausweg zu entdecken. Wenn nur die verdammte Finsternis nicht wäre. Langsam kroch der erste Anflug von Panik in ihre Gedanken, den sie aber schnell wieder fort schob, was ihr auch recht gut gelang - vorerst. Dann kam ihr ein neuer Einfall. Eine Falltür! Natürlich - sie musste oben suchen. Mandy schimpfte sich selbst ein ‚kleines Dummerchen', stellte sich auf ihr Bett und tastete die Decke ab, soweit sie mit ihren Armen fassen konnte. Doch auch in dieser Reichweite fand sie nichts und während sie versuchte, die Kiste zu bewegen, die sich als unglaublich schwer herausstellte, machte Al sich für den Abend parat…
Nachdem Al sich angezogen hatte, machte er sich ein Sandwich und genoss die Vorfreude auf den kommenden Abend. Er war wie immer sehr gespannt, welche Person ihm heute ins Netz gehen würde. Manchmal bedauerte er seine Taten, aber er wusste, dass es nicht anders ging. Wenn er kein Futter liefern kann, würde er die nächste Mahlzeit darstellen, und darauf konnte er sehr gut verzichten. Nachdem er sein Sandwich gegessen hatte, machte er sich auf den Weg. Gemütlich lenkte er seinen Cadillac durch die engen Gassen bis er hinter dem Roma seinem angestammten Parkplatz erreichte.
"Sie sind heute früh dran, Mr. Tarello!"
"Ich weiß Pedro, aber es gibt ja auch noch einiges vorzubereiten!" erwiderte Al lächelnd.
Als er die Küche betrat, sah er schon die Flaschen Wein, die für ihn und seinen Gast bestimmt waren.
"Na dann, Prost Lisa!" sagte Al mit fast ernster Miene und schüttete ein Reagenzglas mit dem besten DMT in die Flasche. Während er zusah, wie die Substanzen sich vermengten, spritze er sich ein Gegenmittel, um nicht in denselben Rauschzustand zu verfallen, wie seine weiblichen Gäste.
"Viel zu tun heute, Pedro?"
"Es hält sich in Grenzen, aber ein Gast kommt bestimmt noch!"
"Das ist richtig, mich hat noch nie eine Lady sitzen gelassen!" Al sah durch die Bullaugen der Schwingtür, welche die Küche vom Lokal trennte.
"Ich glaube, es geht los. Bitte begrüße unseren Gast. Ich werde auch gleich erscheinen!"
Pedro ging mit sicherem Schritt auf die schwarzhaarige Frau zu, die soeben das Lokal betreten hat.
"Guten Abend, Miss. Was kann ich für sie tun?" Pedro war heute in Bestform.
"Ich bin hier mit Al verabredet." Erwiderte die attraktive Frau, die Pedro auf maximal 25 Jahre schätze.
‚So ein junges Ding hatten wir lange nicht mehr' dachte er sich.
"Bitte folgen Sie mir. Mr. Tarello wird in wenigen Minuten bei ihnen sein. Er hatte noch einen dringenden Termin und lässt sich kurz entschuldigen."
Pedro wies der jungen Frau einen Tisch in einer abgelegenen Nische. Auf dem Tisch flackerten zwei Kerzen, die die einzige Beleuchtung des Tisches lieferte. "Darf ich ihnen schon ein Glas Wein servieren?"
"Ja gern, ich hoffe, dass meine Verabredung mich nicht zu lange warten lässt. Wissen Sie ich bin schon seit Tagen unglaublich aufgeregt wegen des heutigen Abends!"
Pedro lächelte sie höflich an und verlies den Tisch ohne noch etwas zu erwidern.
Er ging zur Bar, wo die präparierten Flaschen schon warteten. Nachdem Pedro ein Glas gefüllt hatte, machte sich auch Al auf den Weg, Lisa zur begrüßen. Er drückte die Schwingtür auf und ging wenige Schritte hinter Pedro zu seinem Tisch…
Die Kiste machte keinerlei Anstalten, sich auch nur den kleinsten Millimeter bewegen zu lassen. Mandy begann zu fluchen und Schweiß lief ihr in die Augen. Es war dieses Mal kein Angstschweiß. Die Angst hatte sie schon lange in die hinterste Ecke ihres Gehirns verbrannt.
"Das gibt es doch nicht, hat dieses Schwein die Kiste angeschraubt oder warum ist dieses Mistding so schwer?" Mandy führte Selbstgespräche, um die Stille zu vertreiben und die Angst in Schach zu halten. Wütend trat sie gegen ihr Bett und hätte es am liebsten gleich wieder rückgängig gemacht. Nachdem ihr Tritt gerade in ihrem Gefängnis verhallt war, kam aus dem inneren der Kiste ein Grunzen und Schnaufen. Irgendwas war in der Kiste versteckt und als es begann, gegen das Holz zu kratzen, brach Mandy ihren Schwur. Die eben noch totgeglaubte Angst sprang wie eine Raubkatze in ihr klarstes Bewusstsein und machte sich dort breit. Mandy schrie. Sie schrie, bis ihre Stimme überkippte und sie sich verängstigt in die vom Bett entfernteste Ecke mit angezogenen Beinen fallen ließ. Das Kratzen ließ nicht nach, im Gegenteil, Mandy glaubte, dass es ständig lauter wurde. Die brutale Kälte lähmender Angst kroch ihr in die Glieder und Mandy begann vor Panik am ganzen Körper zu zittern. Sie stellte sich die schlimmsten Ungeheuer in dieser Kiste vor, die alle nach ihrem Blut trachteten.
Nachdem beide ihr Tiramisu genossen hatten, goss Al in beide Gläser den Rest aus der zweiten Flasche ein und bat Lisa, ihn gleich noch nach Hause zu begleiten. Nachdem Lisa eingewilligt hatte, stießen beide ihre Gläser aneinander und während der helle Ton noch in der Luft lag, tranken beide ihr Glas restlos aus. Hand in Hand verließen beide das Lokal, nachdem Al sich von Pedro verabschiedet hatte und führte Lisa zu seinem Cadillac. Ebenso gemütlich wie er gekommen war, fuhr er jetzt die Strecke zurück. Die Uhr im Armaturenbrett verriet ihm, dass er noch ein wenig zu früh war. Lisa würde zwar nichts mehr mitbekommen, dafür hatte das DMT schon seine Arbeit aufgenommen, aber er musste ja noch die Sauerei wegmachen und die Kiste neu verschließen, während Es sein Verdauungsschläfchen hielt. Nachdem er den Motor des Cadillacs verstummen ließ, küsste er Lisa auf die Wange, die wild kichernd den Gurt zu lösen versuchte. Als Al sie vom Gurt befreit hatte, gingen beide zum Eingang des Hauses. Während Al etwas ungeschickt den Schlüssel ins Schloss steckte und die Tür öffnete…
…Setzte sich in der Kiste ein Mechanismus in Gang. Mandy hörte das Rattern und Klicken von Bolzen und ordnete es geistig abwesend einem Zeitschloss zu, wie sie es schon bei Banktresoren gesehen und gehört hatte. Gleich würde sich die Kiste öffnen und sie würde sehen, was darin wohnte. Mandy war sich sicher, das dies das Letzte war, was sie je sehen würde. Die Panik wich jetzt der Gleichgültigkeit und in einem letzten Anfall von klarem Denken fiel Mandy ihr Autoschlüssel ein, welchen sie in der eingenähten Tasche ihres Kleides hatte.
‚Du dämliche Kuh, du hast doch deinen Autoschlüssel dabei!' dachte sie während ihre Hand nach dem Schlüssel kramte. Da war er!
"Hoffentlich ist es nicht zu spät!" ihre Stimme zitterte während ihre mindestens genauso zittrigen Finger die kleine Taschenlampe andrückten und die Decke nach eine möglichen Luke absuchten. Während die Tür der Kiste langsam aufschwang sah Mandy im fahlen Licht ihrer Lampe ein hölzernes Quadrat an der Decke. Da war ihr Fluchtweg! Mandy sah sich nach der Kiste um und sah ein pelziges Etwas mit glühenden Augen und einer Doppelreihe rasiermesserscharfer Zähne auf sich zuspringen…
Sie sagte es ihm, dass sie ihn liebe. Aber er sagte ihr, dass er zurzeit nicht in der Stimmung sei für eine Beziehung.
Sie war am Boden zerstört und bekam Tränen in die Augen. Sie weinte sehr und konnte sich nicht beruhigen. Der Junge versuchte sie zu trösten, aber er war erfolglos. Sie liebte ihn doch so sehr und sie konnte es nicht verkraften, dass ihre Liebe nicht erwidert wurde. Sie ging nach Hause und dort weinte sie noch immer. Zum Glück war niemand bei ihr zu Hause. Sie ging ins Bad und nahm ihre Nagelschere. Und se ritzte sich „K+C“ in ihren Unterarm. Der Schmerz tat ihr gut und sie machte immer weiter. Sie dachte schon an Selbstmord, aber sie beschloss zu kämpfen. Sie wurde plötzlich wieder besser drauf und wollte ihn unbedingt. Sie konnte nicht ohne in Leben!
Sie trafen sich und sie hatte das Gespräch zwischen ihnen vergessen. Sie war einfach zu glücklich, bei ihm zu sein. Als der Tag zu Ende war, standen sie an der Bahnhaltestelle und mussten sich nun hier trennen. Sie standen ein paar Minuten wortlos gegenüber. Er schaute ihr tief in die Augen. Auf einmal kam er ihr immer näher und näher und sie küssten sich. Sie hat alles um sich herum vergessen und sie war der glücklichste Mensch der Welt. Ab diesem Moment sind sie ein Paar und das Mädchen hat sich nie wieder geritzt…
ENDE
Einen Tag später steht in der Zeitung:
Unfall:
Zwei Jugendliche fuhren mit 180 km/h auf ein Haus zu!! Nur eine Person überlebte!.
Erklärung:
Überlebt hatte nur das Mädchen. Dem Jungen wurde beim Fahren bewusst, das die Bremse nicht mehr ging, das Gaspedal hängen geblieben ist und sie nicht mehr langsamer fahren können! Deswegen hat er ihr den Helm gegeben und gesagt sie soll ihn umarmen und sagen das sie ihn liebe!!